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Oliver Zeter

"Ich hab es manchmal bedauert, nicht auf einem Weingut groß geworden zu sein. Doch endlich kann ich meiner Passion folgen und selbst Weine machen."

 

Hinter den Weinen mit dem Bärenetikett stecken wir, die Brüder Christian und Oliver Zeter. Wir haben 2007 unseren ersten Jahrgang auf die Flasche gebracht und uns im Laufe der letzten Jahre in der Weinwelt einen Platz erobert. Mittlerweile bewirtschaften wir sechs Hektar bester Lagen in der Pfalz - zum Teil sind es eigene Weinberge, zum Teil gepachtete. Außerdem kaufen wir Trauben von anderen Winzern zu. Hier pflegen wir langfristige Partnerschaften mit Winzern, die unseren Kriterien in Sachen Weinanbau Folge leisten. Ausgebaut werden unsere Weine in Diedesfeld, im Weingut Leonhard Zeter, das bereits seit mehr als 150 Jahren im Familienbesitz ist.

 

Entstanden ist unser Pfalzweinprojekt aus Passion am Wein. Ich, Oliver Zeter, absolvierte zunächst eine Winzerlehre beim Weingut Dr. Deinhard in Deidesheim und schloss meine Ausbildung als Weinbautechniker ab. Danach ging es für jeweils ein Jahr nach Italien und Südafrika. Während meine Weinbaukollegen oft damit haderten, nach der Ausbildung in den elterlichen Betrieb einsteigen zu müssen, wäre genau dies mein Wunsch gewesen. Doch einen elterlichen Betrieb gab es leider nicht. Trotzdem machte ich meine Leidenschaft zum Beruf und wurde - zusammen mit meinem Vater und meinem Bruder - Weinhändler und Importeur. Zunächst in Hamburg und seit 2003 wieder in der Heimat.

 

Mit meiner Rückkehr in die Pfalz kam wieder der Wunsch, selbst Wein zu machen – Sauvignon Blanc sollte es sein! Mit genau dieser Rebsorte hatte ich einst in Südafrika ein Schlüsselerlebnis: Ich entdeckte dort den bis dahin besten Weißwein meines Lebens: super- sexy und gleichzeitig aristokratisch; vor Fruchtaromen strotzend und trotzdem dezent und subtil. Sehr facettenreich eben. Und genau dieses wollten mein Bruder und ich nun in der Pfalz ausprobieren. Die Klima- und Bodenverhältnisse sind in Deutschland zwar ganz andere, dennoch kann auch hier ein guter Sauvignon Blanc gelingen, denn diese Rebsorte ist nicht allzu lagenabhängig. Durch entsprechende Maßnahmen im Weinberg und im Keller kann auf einen bestimmten Weinstil hingearbeitet werden.

Unsere Arbeit trug recht schnell Früchte: 2011 wählte uns der "Feinschmecker" zum besten Sauvignon Blanc Deutschlands und wir belegten auch im "Falstaff" und in der "Weinwelt" bei Verkostungen die vordersten Ränge.

 

Unser Steckenpferd ist von daher schon immer der Sauvignon Blanc, den wir auf dreierlei Art ausbauen: klassisch im Stahltank, spontanvergoren im Holzfaß oder auch süß. Mittlerweile bieten wir aber auch eine ganze Reihe Gewächse aus lokalen und internationalen Rebsorten an:

Da ist die Einstiegslinie "Kleine Bären" in weiß, rosé und rot. Eine Rebsortenlinie (genannt "Weinbären") mit Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling, Muskateller, Sauvignon Blanc und Spätburgunder. "Die großen Bären" sind unsere Prachtexemplare – alles Weine, die spontan vergoren und im Holz ausgebaut wurden, darunter auch ein Viognier und der "Z" - ein Rotwein aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Syrah. Abgerundet wird das Angebot durch drei Süßweine, einen Grappa und einen Mirabellenbrand.

 

Nicht nur unsere Weine sollen qualitativ hochwertig sein, sondern auch deren Ausstattung. Und der Spaß, den wir dabei haben soll sich auch widerspiegeln. Der trinkseelige Bär, der unsere Etiketten ziert, stammt aus der Feder eines bekannten Pfälzer Malers. Der Künstler, der mit unserem Urgroßvater Walter Baer gut bekannt war, schickte den Bären mit den fast menschlichen Zügen 1933 als Postkarte an seinen Freund.

 

"Die Pfalz, lange unterbewertet, bietet beste Voraussetzungen um erstklassige Weine zu
machen. Das haben wir erkannt und davon sind wir überzeugt. Die Arbeit mit Wein, der gemeinsame Spaß und in enger Partnerschaft mit dem Fachhandel zu agieren – das ist es, was uns bewegt."

Christian Zeter